Kopfleiste-2017

Grundsätzliches:

Auf der Strecke zwischen Bremen und Hannover befindet sich im Bahnhof Achim ein unscheinbares Gebäude, in dem sich die Technik für das Spurplanstellwerk befindet.

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Stellwerksgebäude im Original von der Straßenseite aus. Rechts daneben sehr klein das Bahnhofsgebäude.

Klimageräte auf dem Dach und Zugfunkantenne davor.

Hier befinden sich elektrische Anlagen, die zum Stellen und Sichern von Weichen, Signalen, Bahnübergängen und Fahrstraßen benötigt werden.

In den meisten Fällen setzt sich ein solches Gebäude aus einem Relaisraum (Bild rechts), Fernmelderaum (Bild unten), Generatorraum und Akkuraum (Bild rechts unten) zusammen.

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Sehr auffällig ist die Grünfärbung der oberen Fenster.

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Links im Bild ist der Blitzableiter zu sehen. Hier wurde nicht gespart. Oben der Schornstein, vermutlich für die Abgase des Generators.

Ganz markant der Dachabschluß mit weißen Platten.

Um die Technik möglichst vor hoher Luftfeuchtigkeit und Hitze zu schützen werden Klimageräte eingesetzt, die sich ganz oft sehr markant von außen zeigen.

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Die Klimageräte auf dem Dach sind ein Muss für das Modell.

Die Klimageräte haben von hinten ein grobes rechteckiges Gitter.

In Achim befindet sich der Fahrdienstleiter, der die Stellbefehle auf seinem Drucktastenstelltisch betätigt, am Bahnhofsgebäude. Das Technikgebäude wurde vermutlich nachträglich aus Platzmangel separat gebaut.

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In Achim wird sehr gern das Fahrrad mit dem Zug kombiniert. Fahrräder wohin man schaut.

Die Tür zum Batterieraum ist schon stark ausgeblichen.

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Das Stellwerksgebäude bei etwas freundlicherem Wetter.

Nachbau:

Um dem Gebäude Stabilität zu verleihen, baute ich zunächst den Grundriss aus 2mm starkem Flugzeugsperrholz. Zunächst wurden die Fenster und Türen mit der Laubsäge ausgespart, um das Gebäude von innen beleuchten zu können und damit auch Fenster „auf Kipp“ dargestellt werden können. Um einen ersten Eindruck zu bekommen, habe ich die Seiten erst einmal provisorisch am Grundbrett aus 8mm starkem Pappelsperrholz befestigt.

Um den auffälligen, grün schimmernden Fenster-Farbton zu bekommen habe ich bedruckbare Folien mit der Farbe vom Originalfoto bedruckt und anschließend mit beidseitigem Teppichklebeband auf sehr dünne Evergreenfolie geklebt, sodass noch Licht durchschimmern kann. Anschließend wurden die Fenster mit schwarz lackierten Plastruct-Strips umrahmt, sodass es dem Original sehr nahe kommt.

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Ausschneiden der Fenster und Türen mit der Laubsäge.

 Aus Profilen werden die Tür und Fensterrahmen einzeln geklebt.

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Das Gebäude nimmt erste Formen an

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Fenster und Türelemente. Türgriffe dürfen nicht fehlen. Schilder für den Batterieraum.

Die Seitenwände befestigte ich mit Leim und ein paar Nägeln. Die fertigen Fenster- Türpartien wurden zum Vergleich mit dem Original provisorisch mit Kreppklebeband in Position gebracht.

Für das Mauerwerk benutzte ich sehr dünne, geprägte Plastikplatten vom Architekturbedarf. Sie wurden erst genau zugeschnitten, komplett lackiert, dann bemalte ich ein paar Steine einzeln mit einer anderen Farbe und zu guter Letzt wurde verfugt. Hierfür übermalte ich alles mit einer Sandfarbe und wischte die Platten anschließend mit einem Tuch ab, das mit Verdünnung leicht befeuchtet wurde. Die einzelnen Türgriffe wurden aus sehr filigranen Strips geklebt und anschließend lackiert.

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Die ersten Fenster-Türpartien am geleimten Holzgebäude.

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Klinkerplatten wurden vorher mit Humbrol-Farben lackiert und gefugt.

Der Dachabschluß wurde aus sehr flachen und breiten Polystyrolprofilen realisiert.

Um das Lüftungsgitter nachzubilden opferte ich ein altes Lokgehäuse der Baureihe 290, da es genau die Form hatte.

Der Schornstein wurde auch selbst gebaut. Er besteht aus einem Evergreen-Strip als Trägermaterial und wurde dann genau wie die Außenwände verklinkert. Für die Dachumrahmung verwendete ich flache Strips.

Die Klimageräte waren leider bei keinem Hersteller in der Form zu finden. Auch bei den modernen Stellwerken, wie sie von einigen Gebäudeherstellern im Programm zu finden sind fehlten sie leider. Also blieb mir hier nichts erspart und baute sie selbst.

Problematisch war das rechteckige Gitter hinten. Hierfür bot sich aber von Herpa ein Klimagerät für LKW-Anhänger zum kühlen deren Ladung an, sodass ich nur diese Gitterpartie herausschnitt. Alles übrige wurde wieder aus Polystyrol-Strips zusammengeklebt. Schwierig war es aber auch, vorn ein 5mm großen Loch in den Plastikstrip zu bekommen. Mit dem Bohrer war es unmöglich, da das Material zu dünn war und immer einriss.

Da kam mir die Idee es doch einfach mal mit einem Papierlocher zu probieren. Glücklicherweise kam der Durchmesser genau hin. Hinter dem Loch klebte ich brünierte Lüftergitter aus Messing von Weinert dahinter, sodass man sogar durch die Klimageräte hindurchschauen kann.

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Das Gebäude ist bis aufs Dach und den Blitzschutz fast fertig.

Jetzt wurde das Dach mit Dachpappe versehen, wofür ich sehr feines Schmirgelpapier verwendete und in Streifen darauf klebte.

Anschließend wurde der Blitzschutz eingebaut. Hierfür bohrte ich kleine Löcher für jeden Halter und steckte kleine Drähte sehr stramm hinein um anschließend Draht darüber zu löten. Teilweise klebte ich aber auch einfach Polystyrol-Würfel unter den Draht um Arbeit zu sparen. Das Endergebnis kann sich meiner Meinung nach sehen lassen. Vielleicht kommt später noch etwas Graffiti.

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Die Dachpappe wird aus sehr feinem Schmirgelpapier in Streifen aufgeklebt.

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Das Dach lackiert und mit Blitzschutz versehen.

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Tür und Fensterpartien. Das Gebäude war hier noch ohne Blitzschutz.

 

 

©2009 H.Weißig

 

 

Dieser Baubericht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und es wird keine Haftung für evtl. durch den Nachbau nach diesem Bericht entstandene Schäden übernommen. Dieser Bericht und alle darin enthaltenen Fotos dürfen nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden. Auch eine Weiterveröffentlichung auf privaten Internetseiten ist ohne meine ausdrückliche Zustimmung untersagt.