Kopfleiste-2017

Einführung

Nach dem Kinderland-Bpmz habe ich mich nun dem einzigen Bvmz im Zug gewidmet. Da pro Königssee-Wagenpark nur ein Bvmz vorgesehen war, liegt die Vermutung nahe, dass er nur eingestellt wurde, damit wenigstens ein paar Abteilplätze angeboten werden konnten. Da die ursprünglich im Königssee vorhandenen zahlreichen Bm mit der Umstellung auf druckdichte Wagen weggefallen waren, gab es im gesamten Zug nur noch Großraumwagen in der zweiten Klasse. Für diesen Einsatz wurden extra zwei Bvmz aus der laufenden Produktion in fernblau lackiert und kamen ab 1989 bis Mitte 1991 zum Einsatz. Für weitere Vorbildinformationen und die Entstehung der Bvmz verweise ich auf den Artikel von Eike K. Schumacher. (zu finden unter den Links).

Äußerliches

Bvmz_unbearbeitet

Am Anfang steht natürlich wieder die komplette Demontage des Wagens. Als erstes habe ich den Wagenkasten bearbeitet und dabei mit den Zuglaufschildern angefangen. Auch dem Bvmz liegen werksseitig Nasschiebebilder bei, die u.A. auch den FD Königssee enthalten. Nach dem Aufbringen und Trocknen im Zuglaufschildkasten wird das Decal mit Klarlack konserviert. Die Schlusslampen bekommen vor dem Einbau mit dem silbernen Edding den bereits angravierten Alurahmen auch farblich abgesetzt. Der graubraun abgesetzte Bereich unter den Türen wird auch von hinten und die Kanten von unten in diesem Farbton lackiert, da die weiße Wagenkastenfarbe aus einigen Blickwinkeln negativ auffällt.

Die Ausgestaltung der Wagenübergänge gleicht denen, des Kinderland-Bpmz. Die angedeuteten Gummidichtungen der Türen werden schwarz angemalt, die Türfenstereinfassungen erhalten einen Anstrich in silber (vorher den Fenstereinsatz ausbauen) und aus einem Kunststoffprofil werden die Türöffner gebastelt. Die Übergangsbrücke wird innen im Farbton sandbeige (Revell 35) gestrichen und erhält auf beiden Seiten jeweils eine Griffstange. Die Steckdosen werden ebenfalls aus passenden Evergreen-Profilen hergestellt, die Klappe der UIC-Steckdose wird aus dünner Kunststofffolie zurechtgeschnitten. Das schwarze Kabel wird aus 0,3mm-Draht gebogen und schwarz lackiert.

Bvmz_Übergang

Unter den Wagenenden fehlen wieder die Abwasserkästen. Als Baumaterial eignen sich dünne Polystyrolplatten gut. Die Entstehung der Kästen zeitgt das nebenstehende Bild wobei auf einen entsprechend großen Ausschnitt für die Kupplungsdeichsel geachtet werden muss wenn der Wagen kein reines Vitrinenmodell werden soll. Lackiert wird mit RAL 8019 aus der Airbrush. Dabei kann man auch gleich die Drehgestelle mitlackieren, damit deren Plastikglanz verschwindet. Sollten gerade keine RP25-Radsätze zur Hand sein, kann man mit dem Posterman-Stift auch die Serienradsätze schwärzen und die Optik verbessern. Die Position, in der die Kästen angeklebt werden, zeigt auf dem Bild stellvertretend ein Avmz, der ebenfalls bereits teilweise gesupert wurde (Drehgestelle lackiert, Serienradsätze seitlich geschwärzt, Schlusslichteinfassungen, Stirntürfensterumrandungen, Zuglaufschilder).

Abwasserkasten
Abwasserkasten-Montage

Innenraum:

Bvmz_Demontage

Die Inneneinrichtung besteht im Wesentlichen aus den den Sitzen, den Nachbildungen der  Abteilwände und den Sitzen. Für die Überarbeitung wird alles auseinandergebaut, sodass man die sieben auf dem Bild markierten Haltenasen sauber wegschneiden kann. Sie stören die Optik und haben keinen nennenswerten Nutzen. Aus was für Gründen auch immer hat Roco dem Wagen im Bereich Abteil/Vorraum Zwischentüren spendiert, die der Bvmz nicht besitzt. Sie werden also entfernt. Ist dieser Arbeitsgang abgeschlossen, wird der Fußboden in "steingrau" (Revell 31175) gestrichen. Die Abteiltrennwände erhalten einen Anstrich in "Erdfarbe" (Revell 31187) und die Wände im Voraum werden, wie die Wagenübergänge, in sandbeige (Revell 35) gestrichen.

Bvmz_Vorraum

Bvmz_Mittelraum

Die Rahmen der Glaswände sind bereits komplett angraviert, sodass man sie mit einem  Pinsel, weißer Farbe und einer sehr ruhigen Hand absetzen kann. Ist das gemacht, werden noch die Türöffner an den Abteiltüren ergänzt. An den Stirnseiten des großraumähnlichen Mittelbereiches werden zwei Spiegel (aus der Spiegelfolie von RHS zurechtgeschnitten) und zwei Mülleimer (Eigenbastelei aus Evergreenprofilen) angebracht. An den Glaswänden sollten dann auch die Halter für die Platzreservierung angeklebt werden und darauf geachtet werden, dass sie an den 6er-Abteilen natürlich größer sind, als an den 4er-Sitzgruppen...

Die Sitze werden mir der Airbrush in einem hellen grau lackiert, anschließend die Sitzfläche und Lehne in grün gepinselt. Nun noch die Armlehnen in "Lederbraun" (Revell 31184) abgesetzt und die Sitze sind farblich fertig gestellt. Pro Abteil sind immer zwei 2er- bzw. 3er-Sitzgruppen mit einer Strebe verbunden. Diese kann abgetrennt werden und bringt einen glatten Boden. Bei den gegenüberliegenden Sitzen auf der Gangseite müssen die Streben erhalten bleiben, da sie Löcher im Fußboden verdecken. Die Sitze müssen danach allerdings eingeklebt werden (vorher geklippst). In den Abteilen hingen zur FD-Einsatzzeit der Wagen noch Werbeschilder mit Eigenwerbung für die Bundesbahn, z.B. für den damals neuen InterRegio. Ich habe mir gute Fotos verschiedener Schilder besorgt und mit einem Bildbearbeitungsprogramm verkleinert. Nach dem Ausdrucken stellte ich dann überrascht fest, dass man trotz einer Breite von nur knapp vier Millimetern immer noch das Motiv erkennen konnte. Deshalb habe ich dann weitere Schiler bearbeitet und im Wagen an die Wände geklebt und nicht wie geplant, nur ein Werbemotiv. Auch von außen gut sichtbar sind die Kopfkissen, die ich aus Papier gebastelt habe. Die Idee dazu gibt der Bvmz-Superungsbericht von Eike K.Schumacher, der eine Grafik als Bauanleitung enthält. Nicht vergessen sollte man die Glastrennwand zwischen Raucher und Nichtraucherraum. Sie befindet sich gegenüber der einen nicht durchsichtigen Wand zwischen den 4er-Abteilen.

Die Fenstereinsätze werden von innen mit beige (Revell 36135) gestrichen, wobei keine Farbe auf die Fenster laufen sollte. Hier habe ich mal die Wasserfarben von Revell ausprobiert. Ergebnis: Trocknet (oberflächlich) schnell und lässt sich nicht so gut verarbeiten, wie die Acrylfarben von Revell, die es leider nicht mehr gibt. An fünf der Gangfenster sind außerdem silberne Handläufe anzubringen. Die Türen werden in "karminrot" (Revell 31136) lackiert und bekommen Griffmulden für die Notöffnung aufgemalt. Auf den Vorraumwänden werden die WC-Türen aus schmalen Streifen Spiegelfolie angedeutet (Türgriffe nicht vergessen). Auch das Zuglaufschild bekommt neben der Tür seinen Platz. Diese Details sind später durch das Türfenster sehr gut zu sehen. Das Edelstahlblech vor den Wagenübergangstüren wird mit silberner Farbe aufgepinselt.

Bvmz_Wagenende_innen
Bvmz_oben
Bvmz_Wagenende_außen
Bvmz

Nach dem Zusammenbauen ist damit der zweite Wagen des Zuges auch innen gesupert. Damit wenigstens teilweise ein Vorankommen zu erkennen ist, habe ich nämlich erst einmal alle Wagen von außen fertig gesupert um von außen einen einheitlichen Detailierungsstand der Wagen zu bekommen. Die Inneneinrichtungen werden dann wahrscheinlich Schritt für Schritt folgen.

Teileliste:

Farben:

Revell 35 "sandbeige“

Revell 31105 "weiß"

Revell 31184 "lederbraun“

Revell 31136 "karminrot"

Revell 31175 "steingrau“

Revell 31187 "Erdfarbe"

Revell 31199 "aluminium“

Revell 36135 "beige"

Humbrol 131 grün (Sitzbezüge)

Weinert 2644 RAL 8019 "graubraun“

RHS:

RHS 38771001 Spiegelfolie

RHS 38805001 Posterman-Stift

Sonstiges Material:

2x Weinert 9742 RP25-Radsätze

Diverse Polystyrolprofile und Platten (Evergreen)

Klare Plastikfolie

Draht (0,2-0,3 mm)

Griffstangen von Roco Bpmz291

Möglichst viele Bilder vom Vorbild

Gut gefüllte Restekiste (z.B. für Innentürverglasung)

 

 

©2010 A.Kühlinger

 

 

 

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